Aktuelle Ausstellung
25.10. – 22.11.2026 wo die Dinge wohnen | Heike Jeschonnek – Zeichen in Wachs & Anna Arnskötter – keramische Skulpturen, kunsthaus alte mühle e.V. Schmallenberg
Der Freundeskreis kunsthaus alte mühle lädt Sie und Ihre Freunde herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, 25. Oktober 2026 um 17.00 Uhr. Zur Einführung spricht Dr. Eva Kilgus, Dipl. Psychologin. In einem Impulsvortrag eröffnet sich den Anwesenden eine überraschende Perspektive auf die zu sehenden Werke.
Musik: Vitali Kellermann, Gitarrist
Dauer der Ausstellung: 25. Oktober bis 22. November 2026
Öffnungszeiten: Mi.–So. 14:00 – 17:00 Uhr, freier Eintritt
kunsthaus alte mühle e.V.
Unter der Stadtmauer 4, 57392 Schmallenberg
Kontakt: kultur@kunsthaus-alte-muehle.de
http://www.kunthaus-alte-muehle.de
Rendezvous mit der Kunst – am Vormittag
Morgens: Do., 12.11.2026, 11.00 Uhr
Für Kunstbegeisterte und Neugierige, Kunstsammlerinnen und Kunstsammler, sowie alle, die zeitgenössische Kunst intensiv erleben möchten. Sie erwartet eine exklusive Vormittagsführung durch unsere aktuelle Ausstellung der Künstlerinnen Anna Arnskötter und Heike Jeschonnek.
Rendezvous mit der Kunst – am Nachmittag
Nachmittags: Fr., 13.11.2026, 17.00 Uhr
Ein besonderer Ort, eine besondere Verabredung, ein besonderes Erlebnis. Möglich für mutige Teams, die eine lange Arbeitswoche hinter sich haben und zum Wochenende hin ein besonderes Work out erleben möchten. Inspirationen für die die anstehenden Wochen inklusive. Michaela Vollmers und Beate Herrmann geben Einblicke in die Bilderwelten und Schaffensprozesse der Künstlerinnen Anna Arnskötter und Heike Jeschonnek.
Wir bitten jeweils um Anmeldung (Limitierte Teilnehmerzahl)
per Email unter kultur@kunsthaus-alte-muehle.de
oder telefonisch unter 02972/9894216.
Preis pro Person 5,00 Euro inkl. kleinem Imbiss
Kunstvermittlung für Schulen und Kindergärten
09.-13.11.2026 nach Absprache
Öffentliche Führung: So., 22.11.2026, 15.00 Uhr
Anmeldung: post@jugendkunstschule.info
Tel. 02972 – 989 42 16
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Filigran poetische Gebilde
Vielschichtig im Wortsinn sind die Arbeiten von Heike Jeschonnek. Den Austragungsort ihrer Zeichnungen bildet mit Paraffin beschichtetes Papier, in das von der Künstlerin fremd vertraute Szenerien eingeschrieben werden. Mit dieser Technik greift sie eines der ältesten Trägermedien auf und macht dieses Notationsverfahren mit Fantasie und Verve gegenwartstauglich. Dabei ist das Material immer auch Partner mit Eigenleben und Eigenwilligkeit. Die Zeichnung wird zum Palimpsest, in dem sich die unterschiedlichen Materialien und Medien überlagern, ver- und entbergen.
Es entstehen filigrane poetische Bild-Gebilde, die zwischen Ferne und Nähe, zwischen Bild und Entzug changieren. Nie verhärten sich die Ansichten zu rigider Lesbarkeit. Stattdessen wird der Blick hinein in die immer ambivalenten Landschafts- und Naturräume mit einer mysteriösen Instabilität und mit der Auflösung von Eindeutigkeiten konfrontiert.
Dorothée Bauerle-Willert
Fabulieren auf Tatsachenbasis
Langsam, auf bedachte Weise holt Heike Jeschonnek Fragen nach Wahrheit, Identität und politischer Relevanz unter dem durchscheinenden Wachsüberzug ihrer Bilder hervor. Wie eine Alltagsethnologin kratzt, schabt und setzt sie frei, was sich an Schmerz, an enttäuschenden Niederlagen, an Zweifeln, aber auch an Empörung unter der Konsumkruste der Gegenwart angestaut hat. Stets zieht Heike Jeschonnek ihre Bildbetrachter in unaufgeklärte Vorgänge hinein. Schon ihre früheren Bilder waren immer mehr „gefühlte Wirklichkeit“ als Dokumentation. Man könnte sagen: Heike Jeschonnek fabuliert auf Tatsachenbasis.“
Christoph Tannert, Künstlerhaus Bethanien, Berlin
„Slowly, in pensive ways, Heike Jeschonnek extracts grains of truth, identity and political relevance from underneath the transparent wax coating of her pictures. Similar to an everyday anthropologist, she scratches, carves and releases all the pent-up pain, the sobering defeats, doubts, fits of rage from underneath the encrusted surface of consumerism.
Heike Jeschonnek always draws the viewers into unsolved scenes. Even her earlier pictures were rather perceived reality than solid documentation. One could say that Heike Jeschonnek spins a yarn on the basis of facts.“
Christoph Tannert, Künstlerhaus Bethanien, Berlin
