Zeichnungen in Wachs

Refugium 6, Paraffin und Acryl auf Papier, 70 x 50 cm

Aktuelles
12.-27.09.2020 Wie wir leben wollen, Hanauer Kulturverein
In einer Einzelausstellung zeige ich Bilder aus meiner Reihe „Wie wir leben wollen“. Landschaften, Orte, markiert durch Architektur, durch Innen- und Außenräume, spielen schon immer eine große Rolle in meinen Arbeiten, ebenso ornamentelle Motive. Für mich entspricht dies der Weise, wie der Mensch durch Architektur die Welt gestaltet. Architektur ist dabei weit mehr als nur Gebäude, es sind Lebenswelten.
Öffnungszeiten: jeweils Sa & So, 14-17 Uhr, Eintritt frei
Die Remisengalerie befindet sich im Remisengebäude des Schlosses Philippsruhe
Philippsruher Allee 45 | 63454 Hanau | info@hanauer-kulturverein.de

18.09.-18.10.2020 Kulissenwechsel-Raummodelle, Städtische Galerie im Kulturforum Klosterkirche, Traunstein
Die Städtische Galerie Traunstein lädt zur 1. Ausstellungseröffnung in den neuen sanierten Räumen ins Kulturforum Klosterkirche ein. Wir sind neun Künstlerinnen und Künstler aus München, dem Chiemgau und Berlin . Schwerpunkt der Ausstellung ist die Auseinandersetzung mit Architektur, mit Stadtlandschaften und mit verschiedensten räumlichen Konstrukten.
Öffnungszeiten: Mi – Fr 11-17 Uhr, Sa & So 13-18 Uhr
Städtische Galerie im Kulturforum Klosterkirche
Ludwigstr. 12 | 83278 Traunstein | Tel. 0861 16 43 19 | galerie@traunstein.de
>>> Flyer zur Ausstellung (pdf)

21.08.-24.10.2020 Refugium, Ausstellung mit Ariana Boos in der Galerie am Bollwerk, Neuruppin
Zusammen mit Arbeiten von Ariane Boss zeige ich neue Arbeiten aus meiner Reihe Refugium. Die Ausstellung wurde eine Woche vorverlegt.
Öffnunszeiten: Freitag bis Sonntag, 12-16 Uhr und nach Vereinbarung
Galerie am Bollwerk, Neuruppin
An der Seepromenade 10 | 16816 Neuruppin | Tel. 0170/8316470
>>> Farbenrausch gegen Wachsblässe, (pdf-Datei, MAZ, 20.08.2020)
>>> Natur als Inspiration, (pdf-Datei, 21.08.2020)
>>> Programm der Fontane-Festspiele 2020

01.08. – 13.09.2020 „Pomonas Ausblicke“ auf dem Pfingstberg, Potsdam
Jedes Jahr werden in dem nach Schinkels Entwürfen entstandenen Pomonatempel auf dem Potsdamer Pfingstberg Kunstausstellungen gezeigt. Auf was würde die römische Göttin der Waldfrüchte heute blicken, wenn sie von ihrem Tempel aus über Potsdam schauen könnte?
Zur Vernissage am 1. August um 14 Uhr gibt Kunsthistorikerin Angelika Sommer eine thematische Einführung.
Öffnungszeiten: immer Sa, So & Feiertags 14-17 Uhr, Eintritt frei
>>> Ort: Pomonatempel Pfingstberg, Potsdam
>>> Internetseite zur Ausstellung

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Filigran poetische Gebilde
Vielschichtig im Wortsinn sind die Arbeiten von Heike Jeschonnek. Den Austragungsort ihrer Zeichnungen bildet mit Paraffin beschichtetes Papier, in das von der Künstlerin fremd vertraute Szenerien eingeschrieben werden. Mit dieser Technik greift sie eines der ältesten Trägermedien auf und macht dieses Notationsverfahren mit Fantasie und Verve gegenwartstauglich. Dabei ist das Material immer auch Partner mit Eigenleben und Eigenwilligkeit. Die Zeichnung wird zum Palimpsest, in dem sich die unterschiedlichen Materialien und Medien überlagern, ver- und entbergen.
Es entstehen filigrane poetische Bild-Gebilde, die zwischen Ferne und Nähe, zwischen Bild und Entzug changieren. Nie verhärten sich die Ansichten zu rigider Lesbarkeit. Stattdessen wird der Blick hinein in die immer ambivalenten Landschafts- und Naturräume mit einer mysteriösen Instabilität und mit der Auflösung von Eindeutigkeiten konfrontiert.
Dorothée Bauerle-Willert

Fabulieren auf Tasachenbasis
Langsam, auf bedachte Weise holt Heike Jeschonnek Fragen nach Wahrheit, Identität und politischer Relevanz unter dem durchscheinenden Wachsüberzug ihrer Bilder hervor. Wie eine Alltagsethnologin kratzt, schabt und setzt sie frei, was sich an Schmerz, an enttäuschenden Niederlagen, an Zweifeln, aber auch an Empörung unter der Konsumkruste der Gegenwart angestaut hat. Stets zieht Heike Jeschonnek ihre Bildbetrachter in unaufgeklärte Vorgänge hinein. Schon ihre früheren Bilder waren immer mehr „gefühlte Wirklichkeit“ als Dokumentation. Man könnte sagen: Heike Jeschonnek fabuliert auf Tatsachenbasis.“
Christoph Tannert, Künstlerhaus Bethanien, Berlin

„Slowly, in pensive ways, Heike Jeschonnek extracts grains of truth, identity and political relevance from underneath the transparent wax coating of her pictures. Similar to an everyday anthropologist, she scratches, carves and releases all the pent-up pain, the sobering defeats, doubts, fits of rage from underneath the encrusted surface of consumerism.
Heike Jeschonnek always draws the viewers into unsolved scenes. Even her earlier pictures were rather perceived reality than solid documentation. One could say that Heike Jeschonnek spins a yarn on the basis of facts.“
Christoph Tannert, Künstlerhaus Bethanien, Berlin