Zeichnungen in Wachs

Wie wir leben wollen 7, Paraffin und Acryl auf Holz, 110 x 80 cm

Aktuelles
19.09. bis 20.10.2019 Doppelausstellung, Produzentengalerie M, Potsdam und Kunstverein Die Brücke, Kleinmachnow
Die Ausstellung des Vereins LAND(SCHAFFT)KUNST zeigt die bei einem Symposium im Frühsommer 2018 entstandenen Werke namhafter Künstler zum Thema Theodor Fontane. Ausgehend von seinen Schriften und Gedichten sollen Charakter und Gehalt der Texte bearbeitet und hinterfragt werden. Mittels der zeitgenössischen Interpretationen soll Fontane in neuem Licht erscheinen, eine kritische Auseinandersetzung angeregt und die Aktualität Fontanes vergegenwärtigt werden. Zeitgleich werden ausgewählte Werke in Galerie M in Potsdam und im Kunstverein Die Brücke, Kleinmachnow gezeigt. Zuvor war die Ausstellung in der Galerie am Bollwerk in Neuruppin und bei der Biennale LAND(SCHAFFT)KUNST VII in Neuwerder/Havelland zu sehen.

Vernissage in der Galerie M am 19. September 2019, 19 Uhr
Vernissage im Kunstverein Die Brücke am 22. September 2019, 17 Uhr
Ausstellungsdauer an beiden Orten bis 20. Oktober 2019

Ort und Kontakt
Produzentengalerie M, BVBK e.V.
Charlottenstr. 122, 14467 Potsdam
Tel. 0331 – 2706538
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 11-17 Uhr
Samstag und Sonntag 12-16 Uhr

Die Brücke Kleinmachnow Kunstverein e.V.
Zehlendorfer Damm 20, 14532 Kleinmachnow
Tel. 0173 – 811 24 51
Öffnungszeiten: Sa – So 14 – 18 Uhr
sowie zu den Veranstaltungen von KulturRaum e.V.

18. August 2019 Vernissage im Haus Hünenburg, Kunstverein Achim
Die dritte Einzelausstellung der Reihe des Kunstvereins Achim unter dem Jahresthema „Solitäre“ zeigt Arbeiten aus meinem Zyklus „Wie wir leben wollen“ im Haus Hünenburg.
Die Ausstellung wird am Sonntag, 18. August, 11.30 Uhr eröffnet
und ist noch bis zum 27.10.209 zu sehen.
>>> Flyer zum Jahresthema Solitäre des Kunstvereins (pdf)
>>> weitere Infos

Öffnungszeiten sonntags 14 – 17 Uhr und auf Anfrage
Tel: 04202 – 7741 | mail: info@kunstverein-achim.de
Haus Hünenburg | Schwedenschanze 39 | 28832 Achim

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Filigran poetische Gebilde
Vielschichtig im Wortsinn sind die Arbeiten von Heike Jeschonnek. Den Austragungsort ihrer Zeichnungen bildet mit Paraffin beschichtetes Papier, in das von der Künstlerin fremd vertraute Szenerien eingeschrieben werden. Mit dieser Technik greift sie eines der ältesten Trägermedien auf und macht dieses Notationsverfahren mit Fantasie und Verve gegenwartstauglich. Dabei ist das Material immer auch Partner mit Eigenleben und Eigenwilligkeit. Die Zeichnung wird zum Palimpsest, in dem sich die unterschiedlichen Materialien und Medien überlagern, ver- und entbergen.
Es entstehen filigrane poetische Bild-Gebilde, die zwischen Ferne und Nähe, zwischen Bild und Entzug changieren. Nie verhärten sich die Ansichten zu rigider Lesbarkeit. Stattdessen wird der Blick hinein in die immer ambivalenten Landschafts- und Naturräume mit einer mysteriösen Instabilität und mit der Auflösung von Eindeutigkeiten konfrontiert.
Dorothée Bauerle-Willert

Fabulieren auf Tasachenbasis
Langsam, auf bedachte Weise holt Heike Jeschonnek Fragen nach Wahrheit, Identität und politischer Relevanz unter dem durchscheinenden Wachsüberzug ihrer Bilder hervor. Wie eine Alltagsethnologin kratzt, schabt und setzt sie frei, was sich an Schmerz, an enttäuschenden Niederlagen, an Zweifeln, aber auch an Empörung unter der Konsumkruste der Gegenwart angestaut hat. Stets zieht Heike Jeschonnek ihre Bildbetrachter in unaufgeklärte Vorgänge hinein. Schon ihre früheren Bilder waren immer mehr „gefühlte Wirklichkeit“ als Dokumentation. Man könnte sagen: Heike Jeschonnek fabuliert auf Tatsachenbasis.“
Christoph Tannert, Künstlerhaus Bethanien, Berlin

„Slowly, in pensive ways, Heike Jeschonnek extracts grains of truth, identity and political relevance from underneath the transparent wax coating of her pictures. Similar to an everyday anthropologist, she scratches, carves and releases all the pent-up pain, the sobering defeats, doubts, fits of rage from underneath the encrusted surface of consumerism.
Heike Jeschonnek always draws the viewers into unsolved scenes. Even her earlier pictures were rather perceived reality than solid documentation. One could say that Heike Jeschonnek spins a yarn on the basis of facts.“
Christoph Tannert, Künstlerhaus Bethanien, Berlin