Zeichnungen in Wachs

Wiederaufbau 56

Aktuelles
15. – 18. September 2022 |KUNSTMESSE POSITION BERLIN
www.positions.de | Hanger 5 / Stand E07
Mit vielen meiner ganz neuen Arbeiten ist auch in diesem Jahr die TAMMEN GALERIE wieder auf der Kunstmesse POSITION BERLIN in den Hangars des ehemaligen Flughafens BERLIN-TEMPELHOF dabei. Mit im künstlerischen Programm sind auch Arbeiten von Dietmar Brixy, Marion Eichmann, Matthias Garff, Michael Lauterjung, Volker Leyendecker und Lars Theuerkauff.

23.09. – 23. Oktober 2022 | Einzelausstellung in Aschau im Chiemgau
In ihrer Galerie an der Festhalle zeigt der Kunstverein Kunst und Kultur zu Hohenaschau e.V. eine umfangreiche Einzelausstellung meiner Bilder und Zeichnungen in Wachs. Zur Vernissage am 23. September 2022 um 19:30 Uhr spricht Dr. Elmar Zorn.

Kunst und Kultur zu Hohenaschau e.V. | An der Festhalle 4 | 83229 Aschau im Chiemgau | http://www.kuku-hohenaschau.de | info@kuku-hohenaschau.de
Öffnungszeiten Freitag und Samstag 16:00 – 19:00 Uhr | Sonntag 10:00 – 18:00

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Filigran poetische Gebilde
Vielschichtig im Wortsinn sind die Arbeiten von Heike Jeschonnek. Den Austragungsort ihrer Zeichnungen bildet mit Paraffin beschichtetes Papier, in das von der Künstlerin fremd vertraute Szenerien eingeschrieben werden. Mit dieser Technik greift sie eines der ältesten Trägermedien auf und macht dieses Notationsverfahren mit Fantasie und Verve gegenwartstauglich. Dabei ist das Material immer auch Partner mit Eigenleben und Eigenwilligkeit. Die Zeichnung wird zum Palimpsest, in dem sich die unterschiedlichen Materialien und Medien überlagern, ver- und entbergen.
Es entstehen filigrane poetische Bild-Gebilde, die zwischen Ferne und Nähe, zwischen Bild und Entzug changieren. Nie verhärten sich die Ansichten zu rigider Lesbarkeit. Stattdessen wird der Blick hinein in die immer ambivalenten Landschafts- und Naturräume mit einer mysteriösen Instabilität und mit der Auflösung von Eindeutigkeiten konfrontiert.
Dorothée Bauerle-Willert

Fabulieren auf Tasachenbasis
Langsam, auf bedachte Weise holt Heike Jeschonnek Fragen nach Wahrheit, Identität und politischer Relevanz unter dem durchscheinenden Wachsüberzug ihrer Bilder hervor. Wie eine Alltagsethnologin kratzt, schabt und setzt sie frei, was sich an Schmerz, an enttäuschenden Niederlagen, an Zweifeln, aber auch an Empörung unter der Konsumkruste der Gegenwart angestaut hat. Stets zieht Heike Jeschonnek ihre Bildbetrachter in unaufgeklärte Vorgänge hinein. Schon ihre früheren Bilder waren immer mehr „gefühlte Wirklichkeit“ als Dokumentation. Man könnte sagen: Heike Jeschonnek fabuliert auf Tatsachenbasis.“
Christoph Tannert, Künstlerhaus Bethanien, Berlin

„Slowly, in pensive ways, Heike Jeschonnek extracts grains of truth, identity and political relevance from underneath the transparent wax coating of her pictures. Similar to an everyday anthropologist, she scratches, carves and releases all the pent-up pain, the sobering defeats, doubts, fits of rage from underneath the encrusted surface of consumerism.
Heike Jeschonnek always draws the viewers into unsolved scenes. Even her earlier pictures were rather perceived reality than solid documentation. One could say that Heike Jeschonnek spins a yarn on the basis of facts.“
Christoph Tannert, Künstlerhaus Bethanien, Berlin