Zeichnungen in Wachs

Bienen auf Hortensie 3

Aktuelle Ausstellungen
06.12.2025 – 11.01.2026 Zeich(n)en, Verein Bildende Kunst Lörrach e.V. im Dreiländermuseum | zusammen mit Arbeiten von Elisabeth Endres, Emmanuel Henninger und Günter Pfeifer
Der Verein Bildende Kunst Lörrach e.V. lädt in seiner Winter-Ausstellung im Dreiländermuseum dazu ein, sich mit dem Wesen der Zeichnung auseinanderzusetzen. Einer Komposition, die über das reine Abbilden hinaus in neue Ahnungs- und Bewusstseinswelten führen kann, und zur Erforschung auch der tieferen symbolischen Bedeutung des Zeich(n)ens einlädt.
Zur Vernissage am Freitag, 05. Dezember 2025, 19:00 Uhr kommen einführende Worte von der Kunsthistorikerin Dr. Antje Lechleiter.
Die Finissage ist am Sonntag, 11. Januar 2026, 16:00 Uhr.
» Einladung zur Vernissage (pdf-Datei) 
Dreiländermuseum Lörrach / Musée des Trois Pays
Basler Straße 143 / 79540 Lörrach / Telefon: 07621 415150

www.dreilaendermuseum.eu / museum@loerrach.de
Di-So 11–18 Uhr | An Feiertagen können Sie das Dreiländermuseum zu den regulären Öffnungszeiten besuchen. Über die Weihnachtstage (24. – 26.12.), den Jahreswechsel (31.12. – 01.01.) und am Fasnachtssonntag bleibt das Museum geschlossen.

18.11.2025 – 16.01.2026 Gitter und Struktur, Galerie der Volksbank Kurpfalz, Weinheim | zusammen mit Anna Arnskötter
am Dienstag, 18. November 2025, 19:00 Uhr eröffnet der Kunstförderverein Weinheim e. V. in der Hauptstelle der Volksbank Kurpfalz in Weinheim unsere Ausstellung Gitter und Struktur. Einführende Worte gibt es vom Mannheimer Kunsthistoriker Reinhold Weinmann. Die Ausstellung kann bis 16. Januar 2026 während der Banköffnungszeiten besucht werden.
Kunstförderverein Weinheim e. V. Hauptstelle Weinheim
Bismarckstraße 1 | 69469 Weinheim | Telefon 06221 9090
Mo-Mi, Fr 9-16 Uhr | Do 9-18 Uhr

weitere Ausstellungen…
zu den Zeichnungen in Wachs…
weitere Texte und Veröffentlichungen…

Filigran poetische Gebilde
Vielschichtig im Wortsinn sind die Arbeiten von Heike Jeschonnek. Den Austragungsort ihrer Zeichnungen bildet mit Paraffin beschichtetes Papier, in das von der Künstlerin fremd vertraute Szenerien eingeschrieben werden. Mit dieser Technik greift sie eines der ältesten Trägermedien auf und macht dieses Notationsverfahren mit Fantasie und Verve gegenwartstauglich. Dabei ist das Material immer auch Partner mit Eigenleben und Eigenwilligkeit. Die Zeichnung wird zum Palimpsest, in dem sich die unterschiedlichen Materialien und Medien überlagern, ver- und entbergen.
Es entstehen filigrane poetische Bild-Gebilde, die zwischen Ferne und Nähe, zwischen Bild und Entzug changieren. Nie verhärten sich die Ansichten zu rigider Lesbarkeit. Stattdessen wird der Blick hinein in die immer ambivalenten Landschafts- und Naturräume mit einer mysteriösen Instabilität und mit der Auflösung von Eindeutigkeiten konfrontiert.
Dorothée Bauerle-Willert

Fabulieren auf Tasachenbasis
Langsam, auf bedachte Weise holt Heike Jeschonnek Fragen nach Wahrheit, Identität und politischer Relevanz unter dem durchscheinenden Wachsüberzug ihrer Bilder hervor. Wie eine Alltagsethnologin kratzt, schabt und setzt sie frei, was sich an Schmerz, an enttäuschenden Niederlagen, an Zweifeln, aber auch an Empörung unter der Konsumkruste der Gegenwart angestaut hat. Stets zieht Heike Jeschonnek ihre Bildbetrachter in unaufgeklärte Vorgänge hinein. Schon ihre früheren Bilder waren immer mehr „gefühlte Wirklichkeit“ als Dokumentation. Man könnte sagen: Heike Jeschonnek fabuliert auf Tatsachenbasis.“
Christoph Tannert, Künstlerhaus Bethanien, Berlin

„Slowly, in pensive ways, Heike Jeschonnek extracts grains of truth, identity and political relevance from underneath the transparent wax coating of her pictures. Similar to an everyday anthropologist, she scratches, carves and releases all the pent-up pain, the sobering defeats, doubts, fits of rage from underneath the encrusted surface of consumerism.
Heike Jeschonnek always draws the viewers into unsolved scenes. Even her earlier pictures were rather perceived reality than solid documentation. One could say that Heike Jeschonnek spins a yarn on the basis of facts.“
Christoph Tannert, Künstlerhaus Bethanien, Berlin